Jeder World of Warcraft Spieler kennt die Situation. Voller Vorfreude ist man auf dem Weg zum Level Cap, man hat viele Stunden in seinen Charakter investiert und trotzdem bleiben noch so viele Ziele unerreicht. Die Ausrüstung möchte aufgefrischt werden, die vernachlässigten Crafting Skills schreien nach Verbesserung und in der Spielerkasse herrschen griechische Verhältnisse.

Der leichteste und schnellste Weg heraus aus dieser traurigen Situation ist der Goldkauf. Das Prinzip ist simpel. Über entsprechende Seiten wie Ebay oder diverse Direktanbieter - einen Vergleich dieser gibt es z. B. auf wowgoldseek.com - kauft man die Summe X an Spielwährung. In der Regel gibt man den Namen seines Charakters weiter. Die Zustellung erfolgt per Übergabe an einem vereinbarten Treffpunkt (wie im Krimi) oder per Ingame-Post.

Mit nur wenigen Mausklicks lassen sich die maroden Finanzen aufbessern, dringend benötigte und teure Handwerksmaterialien können gekauft und seine Skills vorangetrieben werden. Der Erwerb von virtuellen Gütern stellt nicht nur eine riesige Erleichterung des Spiels dar, die damit einhergehende Zeitersparnis ist ein nicht minder zu beachtender Faktor der für den Erwerb von virtuellen Gütern spricht. Vor allem Spieler mit nur wenig Freizeit greifen gerne auf diese Angebote zurück.

Wie immer im Leben, hat jede Medaille jedoch ihre Kehrseite. Die Vorzüge liegen klar auf der Hand, man sollte sich jedoch auch die Fragen stellen: Ist mein Handeln den anderen Spielern gegenüber fair? Welche Folgen hat der Erwerb von externem Gold?

Der Goldkauf ist anderen Spielern gegenüber sicherlich nicht unbedingt das fairste Mittel. Oft erfolgt aufgrund des exzessiven Goldhandels eine serverübergreifende Inflation. Für Spieler, die nicht im Besitz des nötigen Kleingelds sind, um sich einen solchen Dienst leisten zu können, werden verschiedene Ingame-Items fast unbezahlbar teuer oder sie werden zu ewigem Farmen gezwungen.

Maßhalten ist das Zauberwort: Einmal mit dem Goldkauf begonnen ist es ein leichtes, sich diesem Mittel immer und immer wieder zu bedienen. Doch der leichte Weg führt bekanntlich zur Dunklen Seite der Macht ;-) Deshalb: Geht verantwortungsvoll mit virtuellen Geschäften um - dann steht dieser Form der "Abkürzung" auch nichts im Wege. Das ist gut für die Ökonomie der World of Warcraft und letztlich auch für euren Geldbeutel.


349 Wörter. Verfasst von Marko V. am 13.08.2013