Shure Kondensatormikrofon
Die Firma Shure dürfte den meisten unter Euch bekannt sein, haben wir von den Amerikanern schon DJ – Systeme für Turntables und verschiedene Mikrofone vorgestellt. Nun mag man sich fragen, warum denn schon wieder ein Mikrofon getestet wird?
Haben wir in der Vergangenheit fast immer Großmembranmikrofone vorgestellt, kommt heute zwar auch ein Kondensatormikrofon dran. Dieses ist aber eher für Instrumente und Atmosphären anstatt für einzelne Stimmen geeignet. Zudem wird das vorgestellt KSM 141 einzeln und als Stereopaar verkauft. Die technischen Eigenschaften sind natürlich identisch. Mit einem Stereopaar lässt sich aber weitaus mehr realisieren, als mit einem einzelnen Mikro.
Schaut man sich allein die Stereophonie an, weiß man, was hier alles möglich ist.
Was aber genau ist Stereophonie?
In der Regel wird beim Einsingen immer die Monovariante benutzt. In ganz bestimmten Fällen, wie zum Beispiel in der Klassik, dem Jazz oder bei Chören, werden allerdings entweder ein Stereomikrofon oder zwei identische Monomikrofone verwendet.
Generell kann man nicht sagen, dass die eine oder andere Variante besser ist. Das Stereomikrofon beinhaltet halt zwei Mikrofonkapseln sehr dicht beieinander verbaut, was zu Platzersparnis führt. Die beiden identischen Mikrofone sind dafür preiswerter.
Da nun die meisten unter Euch unter chronischen Geldmangel leiden, haben wir uns für die Variante mit den zwei identischen Mikrofonen entschieden.
Das Shure KSM 141 hat Nieren- und Kugelcharakteristik. Im Lieferumfang sind zwei Mikrofone, ein Tragekoffer, zwei Windschütze und zwei Stativhalter enthalten. Der Frequenzgang reicht von 20 bis 20000 Hertz.
Der maximal verwendete Schalldruckpegel beträgt 145 dB. Dieser hohe Wert reicht zum Abnehmen von Instrumenten vollkommen aus, da man solche hohen Pegel nur bei Konzerten erreichen wird. Sollte es dann doch einmal noch lauter werden, kann das Mikrofon über die Dämpfung sogar einen Schalldruckpegel von 170 dB verkraften.
An der Vorderseite des Mikros befindet sich ein Bedämpfungsschalter, der 15 und 25 dB dämpft. Weiter unten hat Shure noch ein Hochpass – Filter mit verbaut. In der steilflankigen Stellung filtert der Low – Cut 18 dB pro Oktave bei 80 Hertz. Das heißt, dass alle Frequenzen unter 80 Hertz weg geschnitten werden. Die zweite Stellung ist der Bass – Rolloff. Diese Einstellung bietet einen 6 dB pro Oktave - Low – Cut bei 115 Hz. Diese Einstellung wird zur Kompensation des Nahbesprechungseffekts genutzt.
Ganz oben befindet sich der drehbare Richtcharakteristikschalter. Hierin liegt ein großer Vorteil, da man so auch Mischcharakteristiken verwenden kann, was zu interessanten Aufnahmeergebnissen führen kann.

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