Grand Theft Auto 4 Test (PC)
Auch gibt es “dank” Games for Windows Live sogar “Achievements” zu sammeln, zum Beispiel, indem Niko zehn Autos hintereinander hochjagt. Auch Frauen spielen in GTA 4 wieder eine Rolle, Niko kann mit ihnen ausgehen oder sie sogar mit aufs Zimmer nehmen. Dafür erhält der Spieler das Achievement “Warm Coffee”. Dieses hat allerdings nichts mit dem “Hot Coffee Mod” zu tun, welcher ein zusätzliches Feature in GTA San Andreas war, jedoch nicht standardmäßig ins Spiel integriert wurde. Intime Szenen werden wir aber in GTA 4 auch nicht zu Gesicht bekommen, hier entschied man sich von Anfang an, Protesten und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
Im Gegensatz zu GTA San Andreas kann Niko diesmal viel mehr Gebäude betreten, darunter auch einige Bars. Hierzu braucht das Spiel jedoch keine Ladezeiten, alles wirkt wie aus einem Guss. Allerdings gibt es eben einige technische Mankos, GTA 4 läuft (gerade bei Regen oder Nebel) nicht flüssig und ist von heftigen Aussetzern geprägt. Hier wird aber auch klar, dass es sich um einen komplett neues GTA handelt, als beispielsweise bei Vice City oder San Andreas. Nicht, dass man die Vorgänger als Vollpreis-Addons von GTA 3 bezeichnen sollte, dennoch hat die Grand Theft Auto Serie bis jetzt keinen deutlichen Sprung in Sachen Technik gemacht. Bei GTA 4 ist das anders, hier kommen scharfe Texturen, schöne Reflektionen und bombastische Effekte zum Einsatz, die dem Spiel mehr Leben einhauchen. Auch das Schadensmodell der Autos ist sehr realistisch nachempfunden, denn Beulen an der Karosserie entstehen auch genau dort, wo das Fahrzeug auch gegengefahren ist. Und die Explosionen sind sowohl optisch als auch vom Sound her gelungen.
Das Stadtleben wirkt ebenfalls authentisch, da alle Bewohner ihren Tagesabläufen nachgehen. So sehen wir morgens beispielsweise Müllwagen durch die Straßen fahren oder beobachten Arbeiter auf einer Baustelle. Auch die Charaktere bzw. Auftraggeber sind wieder sehr vielfältig und haben ihren eigenen Charme. Mit manchen kann Niko sich sogar zu einem Bier treffen oder andere Aktivitäten machen, wodurch seine Beziehungsskala steigt und neue Extras freigestaltet werden, mit denen Niko das Leben in Liberty City einfacher gemacht wird. Unser Cousin Roman bietet uns nach einer Zeit zum Beispiel kostenlose Taxifahrten an, bei anderen wiederrum ergattern wir günstigere Waffen. Durch die vielen Nebenmissionen und Möglichkeiten hat das Spiel einen sehr hohen Umfang. Bis wir GTA 4 durhgespielt haben, brauchten wir mit Sicherheit 60 Stunden! Und dann kommt noch der Multiplayer mit vielen interessanten Modi wie dem Race- oder Koop-Modus, in dem wir mit Partnern beispielsweise Bomben legen müssen.
Fazit
Sieht man mal über die technischen Mängel hinweg, ist Rockstar Games erneut ein wahres Meisterwerk gelungen. Liberty City sieht umwerfend schön aus und es gibt so viele Möglichkeiten, um seine Zeit zu vertreiben. Obwohl das Gameplay bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, wurde es erneut aufpoliert und glänzt wie nie zuvor. Mit dem von Anfang an integrierten Multiplayermodus bietet GTA 4 durch bereits hohen Umfang noch mehr Spielspaß. Trotz Performenceproblemen und nerviger Installation ist es garantiert eine Investition wert!


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