Grand Theft Auto 4 Test (PC)
Lange wurde gemunkelt, ob Rockstar Norths neuer Spross wirklich für den PC umgesetzt wird. Einige Leute sind sogar so weit gegangen, dass sie eine Fake Mail an den Support von Rockstar Games geschickt haben, in der sie über eine “free version of Grand Theft Auto 4 for the PC” berichteten, die sie aus dem Netz gesaugt hätten. Seit dem 3. Dezember ist die originale Version nun endlich erhältlich und die Verkaufszahlen brechen erneut alle Rekorde. Wir haben das Spiel ausführlich getestet und verraten Euch, warum sich die Investition trotz einiger Schwierigkeiten lohnt.
Zuerst der Schock: die Installation
Bevor ihr das Spiel installiert, solltet ihr zunächst überprüfen, ob ihr die aktuellsten Grafiktreiber, Service Packs, sowie das .NetFramework 3.0 draufhabt, damit GTA 4 später einwandfrei funktioniert. Dann kommt die Installation: das Spiel benötigt ca. 18 GB Festplattenspeicher, daher könnt ihr euch auf eine relativ lange Wartezeit einstellen, wobei wir dafür höchstens 20 Minuten gebraucht haben. Schon oft gehört, zur Vollständigkeit aber nocheinmal ausführlich: ähnlich wie Steam verwendet auch GTA 4 eine spezielle Sofware, über die es gestartet wird, nämlich den Social Club. Habt ihr diesen installiert, werdet ihr aufgefordert, einen Account zu erstellen. Wenn ihr GTA 4 später im Multiplayer zocken wollt, können wir euch das nur empfehlen. Danach kommt die Software von Microsoft, nämlich Games for Windows Live, mit der ihr im Spiel beispielsweise Erfolge erzielen könnt. Mittlerweile verflucht von den Spielern solltet ihr aber auch hier einen Account einrichten, damit ihr euren Fortschritt speichern könnt.
Dann das Aufatmen: guter Auftakt und motivierendes Gameplay
Danach wird GTA 4 installiert. Seid ihr damit fertig könnt ihr praktisch loslegen. Mittlerweile ist der erste Patch erschienen und auch die Games for Windows Live Software hat ein Update herausgebracht. Der Patch soll unter anderem die Kompatibilität mit ATI Karten verbessern und die schlimmen Performence-Probleme ausmerzen, dazu aber später mehr. Gewohnt wie bei jedem Grand Theft Auto beginnt auch auch GTA 4 mit einer Zwischensequenz, indem wir gut in die Handlung geführt werden und uns erste Einblicke über die Charaktere Verschaffen können. Niko Bellic, der Protagonist des Spiels, kommt am Hafen von Liberty City an und wird von seinem Cousin Roman abgeholt, welcher ihn zuvor dorthin eingeladen und ihm verklinkert hatte, Amerika sei das Land, in dem alles möglich ist, sodass er nur so in Geld baden würde und eine eigene Villa besäße. Nach Nikos Ankunft stellt sich aber schnell heraus, dass Roman in Wirklichkeit unter viel schlechteren Bedingungen lebt, ja sogar bis zum Hals in Schulden steckt.
In diesem Abschnitt werden wir mit der einfach zu handhabenden Steuerung vertraut gemacht. Nikos Bewegungen sind schnell erlernt, lediglich das Autofahren fällt uns noch schwer. Die Fahrzeugsteuerung funktioniert schonmal wesentlich besser als auf den Konsolen und mit etwas Übung hat man diese auch drauf. So viel schonmal zur guten Portierung auf den PC. Nun aber die Kehrseite der Medaille: die Performence ist dermaßen mies, das gar ein aktueller High End PC GTA 4 in höchsten Einstellungen kaum ruckelfrei zu spielen ist. So müssen die meisten Einstellungen wie Sichtweite oder Texturqualität ersteinmal heruntergefahren werden. Zum Trost: auch auf mittleren Einstellungen sieht GTA 4 echt Klasse aus!
Und zum ersten Mal fallen gravierende Unterschiede zu den Vorgängern der GTA - Reihe auf. Bisher waren nämlich sämtliche GTA Spiele nur gekürzt bei uns erhältlich. Die Zensuren beliefen sich auf Entfernung von Blut (bis auf GTA San Andreas), Splattereffekten und bestimmten Missionen. Auch die sogenannten “Rampagne Missionen”, in der man innerhalb eines Zeitlimits so viele Menschen wie möglich töten muss, fielen der Schere zum Opfer. Dieses Feature ist allerdings auch gar nicht mehr in GTA 4 enthalten. Ebenfalls weg sind die Bürgerwehr, Krankenwagen- und Feuerwehrmissionen, was auf den ersten Blick vielleicht wie ein Rückschritt klingt. Allerdings kann sich der Protagonist Niko Bellic nun anders die Zeit vertreiben, indem er Fernsehen schaut, ins Kabarett geht oder einen Abstecher in Stripclubs macht. Da GTA 4 in der Gegenwart angesiedelt ist, spielt das Internet natürlich auch eine größere Rolle. So können wir auf verschiedenen Seiten surfen, um unsere Auftraggeber zu kontaktieren oder wichtige Infos über weitere Missionen zu bekommen. Und die sind unglaublich vielfältig und abwechslungsreich. Ob wir einfach nur Dealer jagen sollen, Autos klauen müssen eine Bank ausrauben, oder für die Polizei Verbrecher: jeder Auftrag ist was Besonderes. Der Schwierigkeitsgrad her ist dabei allerdings immer unterschiedlich, dennoch konnten wir nicht so viele Frustmomente finden wie noch einst in den Vorgängern.

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