Fostex Multitracker MR-8

Die Firma Fostex hat uns ja schon mit den Monitorboxen PM – 2 bewiesen, was man alles für kleines Geld bekommen kann. Und in der professionellen Studiotechnik bewährt sich die Fostex ohnehin seit Jahren.
Nun gibt es den MR – 8 in einer silbernen Special – Edition bei einigen Händlern zum Special – Preis. Der MR – 8 ist nicht mehr als neues Gerät zu sehen, kann man ihn schon seit 2003 in rot kaufen.

Der MR-8 ist ein digitaler Multitracker, der 8 – Spur Audio – Material auf einer CompactFlash – Karte aufnimmt und davon abspielt. Die Stromversorgung erfolgt entweder über Batterie oder Netzstrom.
Die Sample – Frequenz beträgt 44,1 oder 22,05 Hertz bei 16 Bit Wortlänge. Die Ausstattung des MR-8 umfasst zudem einen 8 -Spur Digitalmixer, einen Sequenzer und dementsprechend reichlich Effekte.
Der Multitracker beinhaltet zudem einen neuen, digitalen Effektprozessor, der für Delay und Reverb verantwortlich ist. Mit seinen neuen Algorithmen können Sounds zudem durch Insert – Effekte mit Mikrofon- und Amp – Simulation verändert werden.

Der Aufbau sieht folgendermaßen aus:
Der Fostex MR-8 besteht generell aus zwei Ebenen. Die linke Ebene besteht aus der Mischfunktion und den Anschlüssen. Die rechte Ebene besteht aus der der Kontrolleinheit des Sequenzers.
Bei der linken Ebene befinden sich links oben die beiden Mikrofon- und Line – Eingänge. Letztere können auch für den Anschluss von Gitarren verwendet werden. Wird das Signal zu stark verstärkt, leuchtet eine Peak – LED auf, die einen über den zu starken Eingangspegel informiert. Darunter findet man die Regler für Distortion und die Gain – Regler für die Eingänge. Weiter unten hat Fostex die Mischsektion verewigt. Diese fängt oben mit den Eingangssimulationen an. Hier stehen Dynamic, Condenser und Tube zur Verfügung.

Der Hersteller nennt diese Insert – Effekte Mikrofon- und Verstärker – Simulationseffekte, mit denen populäre Mikrofone und Verstärker imitiert werden sollen. Wir haben dazu ein paar Aufnahmen mit einigen bekannten Mikrofonen wie dem Neumann TLM – 103, dem U 87 und einem TLM – 193 durchgeführt. Damit wir nur die Qualität der Effekte wahrnehmen, haben wir die Aufnahmen alle mit dem MR – 8 durchgeführt.
Danach haben das Shure Kondensatormikrofon KSM 27 zum Aufnehmen benutzt um die Qualität einschätzen zu können. Unser Hörvergleich hat in der Tat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem TLM 103 und 193 ergeben. Diese können zwar lange nicht an das Original rankommen, da man nun ein Mikrofon nicht 100 % emulieren kann und zudem die Bauteile des verwendeten Vergleichmikrofons, hier unser Shure, eine sehr große Rolle für das Klangergebnis spielen. Wer aber erst einmal mit dem Produzieren anfangen will oder einfach nur eine Idee vorproduzieren mag, macht hier nichts fasch.

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