Eskimorolle Kanupolo
Technik - Sicherheit
Alle Rollen funktionieren von der Technik her so, dass ein starker Hüfteinsatz (Hüftkick) benutzt wird und die Drehung um die Längsachse durch Annähern des Körperschwerpunktes an die Drehachse beschleunigt wird. Das sollte nach beiden Seiten beherrscht werden (je nach Ausgangslage stromab- oder stromaufwärts im fließenden Gewässer!). Alle Rollen funktionieren sowohl mit Vor- und Rücklage des Oberkörpers, wobei die Wildwasserfahrer den Kopf zur Sicherheit vorn auf das Bootsdeck legen müssen, um keine Verletzungen im Gesichtsbereich zu erleiden (trotz Helm). Auch beim Kanupolo ist es praktisch die Rollen beidseitig zu behherschen! So kann der gekenterte Spieler an der vom Gegner entfernten Seite mit dem Ball wieder auftauchen. Dies ist z.B. beim Schiedsrichterball von Intresse.
Geschichte der Eskimorolle
Als erster Europäer beherrschte Edi Hans Pawlata (Buchtitel: Kipp Kipp Hurra. Im Reinrassigen Kajak) die Eskimorolle. Am 30. Juli 1927 führte er sie erstmals vor. Den Eskimos hatte er abgeschaut, wie sie die lange Rolle durchführten. Sie beherrschten aber auch bereits andere Rolltechniken, bis hin zur Einhandrolle!
Fazit
Sie sehen es gibt einen Vielzahl an verschieden Rollen, die aber alle das gleiche Ziel haben: Den gekenterten Kanuten wieder aufzurichten. Dass die Eskimos das Rollen im Kajak erfunden haben, ist nicht verwunderlich: Nicht etwa weil sie Nichtschwimmer sind, sondern wiel sie aufgrund der eisigen Temperaturen des Wassers ohne das Beherrschen der Rolle beim Befahren der See (z.B.: zur Jagd) im Falle einer Kenterung keinerlei Überlebenschance gehabt hätten.

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